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Schreibabys

Wenn ein Kind zur Welt kommt, hat es – wie ich schon mal anmerkte – bestimmte Erwartungen. In unserer Gesellschaft werden die nicht voll erfüllt. Stillen, dauerhafter Körperkontakt in den ersten Wochen/Monaten, keine Besucherhektik etc.

Manches Kind erträgt das nicht, weil es stärkere Bedürfnisse hat als der Durchschnitt. Es schreit. Und schreit und schreit und schreit.

Schreienlassen ist hier nicht nur unangemessen, sondern gehört wegen der Folgen auch verboten.

Die Eltern haben nur eine Chance, es (relativ) zufriedenzustellen: Stillen nach Bedarf, dauerhafter und ununterbrochener Körperkontakt, uvm.

Ein ganz tolles Buch hierzu möchte ich empfehlen: “Das 24-Stunden-Baby – Kinder mit starken Bedürfnissen verstehen” von William Sears. Da öffnet sich plötzlich eine ganz andere Welt für einen! Ebenso empfehlen möchte ich die Seite www.mein-schreibaby.de als “Erste Hilfe”. Buch und Internetseite geben Erfahrungsberichte raus, die einem zeigen, was für “Abnormalitäten” es im Verhalten der Säuglinge geben kann :-D (Beispiel: ein Säugling war monatelang nur schreifrei, wenn er dauerhaft die Brust im Mund hatte!!!). Außerdem wird mit den üblichen Ratschlägen aufgeräumt, z.B. “Du verwöhnst das Baby, wenn Du es immer am Körper hast”. Und dass ein Schreibaby nicht Schreibaby wurde, weil in der Schwangerschaft etwas nicht richtig lief.

Man fühlt sich auf einmal verstanden und wieder normal mit seinen eigenen Reaktionen auf den stets fordernden Schreihals, denn Versagensgefühle, Depressionen, Agressionen, Angst uvm sind da die Regel.

Das 24-Stunden-Baby
von William Sears

Verlag: La Leche Liga International – 201 Seiten
ISBN: 3-906675-04-1

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Leseempfehlung ab Beginn der Schwangerschaft oder auch davor

“Die Hebammensprechstunde” von Ingeborg Stadelmann.

Ich finde es wichtig, dass jede Frau, die ein Kind plant oder austrägt, dieses Buch einmal liest. Dort geht es um natürliche, selbstbestimmte, gesunde Schwangerschaft. Ich finde ziemlich erschreckend, dass viele Schwangere ohne Ultraschall beim Arzt nicht in der Lage sind, die derzeitige Kindslage zu bestimmen. Dabei kann man das fühlen. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Das Buch führt einen vom Beginn der Schwangerschaft über die Geburt, die Stillzeit bis zum Spätwochenbett. Man erhält Ratschläge und Tipps aus der Kräuterheilkunde, der Homöopathie und der Aromatherapie. Sehr ausführlich ist der Vorgang Schwangerschaft/Geburt/Stillen/Wochenbett mit seiner Natürlichkeit beschrieben.

Es wird die Vorsorgeuntersuchung durch Hebamme statt Frauenarzt vorgestellt und der Glaube gekippt, dass man als Schwangere nur bei Frauenärzten in guten Händen ist.

Es wird erklärt, welche Beschwerden vorkommen können und wie man selber damit umgeht und wie sie natürlich behandelt werden können. Es werden schwerwiegende Probleme, die anders behandelt werden müssen, thematisiert.

Die üblichen Ängste werden beschrieben und wie man damit umgehen kann.

Die Geburt wird wunderbar beschrieben.

Das Wochenbett komplett daheim wird beschrieben, so dass man gar nicht widerstehen kann :-)

Uvm.

Mir hat das Buch sooo sehr geholfen. Von einem absoluten Nicht-Wissen über Schwangerschaft & Co habe ich mir hier ein solides Grundwissen angelesen und mir dann über das Internet viele viele weitere Infos geholt. Ich ließ mich daher nur noch von den Hebammen im Geburtshaus vorsorgeuntersuchen und sparte den Frauenarzt aus, ich verzichtete auf die tatsächlich unsinnigen und schädlichen modernen Untersuchungen (Ultraschall, Fruchtwasser, etc) und ließ Erik selbstbestimmt zur Welt kommen.

Ehrlich, das Buch fördert das Körpergefühl in der Schwangerschaft und ich fänds toll, wenn ihr das vielleicht auch weiterempfehlen würdet…

Die Hebammensprechstunde.
von Ingeborg Stadelmann

Broschiert – 383 Seiten – Stadelmann, Ermengerst
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3980376001

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Mutterpass- was steht da?

Ungefähr in der 8.-10. Woche der Schwangerschaft erhält die werdende Mama ihren Mutterpass.

In diesem werden alle relevanten Daten, z.B. über die Gesundheit der Mutter, zum Zustand des Kindes und der voraussichtliche Entbindungstermin eingetragen. In Notfällen sind die Daten so schnell zugänglich. Es wird daher empfohlen, den Pass ständig mit sich zu tragen.

Aber was bedeuten die einzelnen Eintragungen?
Viele sind in medizinischer Fachsprache verfasst und somit für die Schwangeren schwer zu verstehen. Im folgenden werden die meisten der aufgelisteten Abkürzungen und Begriffe erläutert.

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Seite 2 +3 – Serologische Untersuchungen
Hierunter fallen alle Blutuntersuchungen, auch die Bestimmung von Blutgruppe der Mutter inkl. Rhesusfaktor

Blutgruppenzugehörigkeit:
Blutgruppe der Mutter inkl. Rhesusfaktor

Antikörper-Suchtest:
Dieser Test stellt fest, ob im Blut der Mutter Antikörper gegen das Blut des Babys gebildet wurden, wenn der Rhesusfaktor bei Mutter und Kind verschieden ist.
Röteln-HAH-Test:
Hier wird geprüft, ob die Mutter bereits eine Röteln-Erkrankung hinter sich gebracht hat. Ein positiver “Titer” (= Gehalt an Antikörpern im Blut der Mutter) von z.B. 1 zu 16 bedeutet, dass die Frau keine Sorge vor einer Erkrankung in der Schwangerschaft zu haben braucht. Ihr Körper hat ausreichend Antikörper gebildet und ist vor einer Ansteckung geschützt.

Nachweis von HBs-Antigen aus dem Serum:
Suche nach Hepatitis-B-Viren im Blut der Mutter

LSR:
Das bedeutet Lues-Such-Reaktion und ist die Untersuchung auf bakterielle Erreger der Syphilis im mütterlichen Blut.

Nachweis von Chlamydia trachomatis-Antigen:
Chlamydien-trachomatis-Antigen-Abstrich aus dem Gebärmutterhals

(Auch die zusätzliche Untersuchung auf einen Toxoplasmose-Imunschutz kann auf diesen Seiten vermerkt werden)

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Seite 4 – vorangegangene Schwangerschaften
Hier werden die Eckdaten von vorangegangenen Schwangerschaften eingetragen.

Spontangeburt: Geburt ohne medizininschen Eingriff in den Geburtsablauf
Sectio: Kaiserschnitt
Vag. Operation: Hierunter fallen Eingriffe wie die Saugglocke (Vakuum) oder die Zangengeburt (Forceps).
Abort: Fehlgeburt
Abruptio: Schwangerschaftsabbruch
EU: Extrauterine Schwangerschaft: Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, z.B. Bauchhöhlen oder Eileiterschwangerschaft

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Seite 5 – Anamnese und Vorsorgeuntersuchung
Hier werden bei der ersten Vorsorgeuntersuchung einige allgemeine Befunde festgehalten.
Gravida steht hier für die Zahl der Schwangerschaften, wobei auch Fehlgeburten mitgezählt werden. Bei Para wird eingetragen, wie viele Geburten insgesamt stattgefunden haben.

Anamnese: Krankheitsvorgeschichte

Falls eine Risiko-Schwangerschaft vorliegt, wird dies unten vermerkt.

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Seite 6 – Besondere Befunde, Termine
Besondere Befunde bezieht sich auf Probleme, die während der Schwangerschaft auftreten können,.
Hypertonie = Bluthochdruck
Adipositas = Fettleibigkeit
post partum = Zeit nach der Geburt
ZNS= Gehirn
SS = Schwangerschaft
SSW = Schwangerschaftswoche

Terminbestimmung: unter dem Konzeptionstermin versteht man den Tag der Empfängnis. Die Berechnung des Geburtstermins (ET= errechneter Termin) basiert auf dem ersten Tag der letzten Regel (=LR). LR+280 Tage= ET.

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Seite 7 + 8 – Gravidogramm
Gravidogramm: Grafische Darstellung des Schwangerschaftsverlaufes
Fundusstand: gibt die obere Begrenzung der Gebärmutter an
Ödeme: Wassereinlagerungen
Varikosis: Krampfadern
RR systolisch/diastolisch: oberer und unterer Blutdruckwer
Hb (Ery) Blutfarbstoff und Zahl der roten Blutkörperchen: dient zur Feststellung des Eisenwertes und einer Blutarmut (Anämie)
Sediment: Durch Trennen gewonnener Bodensatz des Urins, Untersuchung des Urins mit Teststäbchen
Vaginale Untersuchung: Ergebnisse der Untersuchung der Scheide

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Seite 9 – Besonderheiten, Behandlung, Befunde

Besonderheiten zu den Katalogen A und B: Hier werden Therapiemaßnahmen eingetragen, z.B. Insulindosis bei Zuckerkranken

Stationäre Behandlung während der Schwangerschaft:

Hier werden Aufenthalte der Klinik während der Schwangerschaft eingetragen.
Cardiotikografische Befunde:
Ab der 28. Schwangerschaftswoche wird alle zwei Wochen ein Cardiotokogramm (CTG) geschrieben. Dabei werden die Herzaktionen des Kindes und die Aktivität der Gebärmutter aufgezeichnet.

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Seite 10 + 11 – Ultraschall Untersuchungen
Screening: Ultraschall- Untersuchungen

Erstes Screening: 9.-12. Woche
Zweites Screening: 19.-22. Woche
Drittes Screening: 29.-32. Woche

Intrauteriner Sitz: liegt die Frucht in der Gebärmutter, oder liegt ev. eine Eileitersschwangerschaft vor?
Embryo darstellbar: Wurde der Embryo im Ultraschall gesehen?
Herzaktion: Konnte die Herzaktion am Monitor erkannt werden?
V.a. Mehrlinge: Besteht die Möglichkeit, dass sich mehr als ein Embryo eingenistet hat?
FS – Fruchtsackdurchmesser
SSL – Länge des Babys vom Scheitel bis zum Steiß
BPD – Querdurchmesser des Baby-Kopfes
FOD – Längsdurchmesser des Kopfes (von Stirn zu Hinterkopf)
KU – Kopfumfang
ATD – Querdurchmesser des Baby-Bauches
APD – Durchmesser des Baby-Bauches von vorne nach hinten
AU – Bauchumfang
FL – Länge des Oberschenkelknochens
HL – Länge des Oberarmknochens

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Seite 12 – Ultraschall-Kontrolluntersuchungen
Hier werden weitere oder auffällige Ultraschallbefunde vermerkt, die auf der vorherigen Ultraschall-Übersicht nicht erfasst werden können. Ebenso stehen hier Befunde, welche der näheren Erklärung bedürfen.

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Seite 13 – Normkurven für den fetalen Wachstumsverlauf
SSL – Länge des Babys vom Scheitel bis zum Steiß
BPD – Querdurchmesser des Baby-Kopfes
ATD – Querdurchmesser des Baby-Bauches

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Seite 14 – weiterführende Ultraschall- und Dopplersonographische Untersuchungen
Zur Abklärung und Überwachung spezieller Befunde werden hier ggf. die Ergebnisse der weiterführenden Untersuchungen eingetragen.

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Seite 15 + 16 – Abschluss-Untersuchung / Epikrise
Hier wird der Verlauf von Geburt und Wochenbett dokumentiert, sowie die Untersuchungen des Kindes nach der Geburt. Und die Nachuntersuchung der Mutter (ca. 6-8 Wochen nach Entlassung).

Geburtsmodus – Wie wurde das Baby entbunden:
sp (Spontan) – vaginale Entbindung, kein operativen Eingriff
S (Sectio) – Kaiserschnitt
vag. Op (vaginale Operation) – Zangengeburt oder Saugglocke

Kindslage – Lage des Kindes vor der Geburt im Bauch:
SL – für Schädellage, mit dem Kopf voraus
BEL – für Becken-Endlage, mit dem Becken voraus
QL – für Querlage, quer im Geburtskanal

Apgar-Zahl
Direkt nach der Geburt führt man den sogenannte Apgar-Test durch. Der Zustand des Neugeborenen wird dabei möglichst genau erfasst. Der Test wird 1-2x wiederholt und das Ergebnis wird in der sog. Apgar-Zahl festgehalten.

pH-Wert
Test des Neugeborenen hinsichtlich dem Säuregrad im Blut.

Wochenbett
Vermerk über eventuelle Komplikationen im Wochenbett.

direkter Coombs-Test – Untersuchung des Babys hinsichtlich bestimmter Antikörper im Blut.

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Der Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag

Eine weitere finanzielle Hilfe für geringverdienende Familien soll der Kinderzuschlag sein:

 

Der Kinderzuschlag ist eine Familienleistung, die Familien im Niedrigeinkommensbereich spürbar entlastet und mit der Kinderarmut von unter 25 Jahre alten Kindern bekämpft werden soll. Viele erwerbstätige Eltern brauchen den Kinderzuschlag als  zusätzliche finanzielle Unterstützung, weil ihr Einkommen nicht ausreicht, um den Unterhalt ihrer Familie zu sichern. Die Bereitschaft von Eltern, für ihren eigenen Lebensunterhalt aktiv zu sorgen, wird honoriert.

Der Kinderzuschlag beträgt monatlich bis zu 140 Euro je Kind und wird an Eltern gezahlt, die mit ihrem Einkommen zwar den eigenen Bedarf decken können, nicht aber den ihrer Kinder.

 

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren,Frauen und Jugend 

und weitere Informationen dazu: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/rechner,did=29178.htmldirekt

zum Kinderzuschlagrechner: http://www.bmfsfj.de/Kinderzuschlagrechner/

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Kindergelderhöhung Januar 2010

Heute ist der 1.1.2010 – wie bei fast jedem Jahreswechsel treten auch 2010 neue Gesetze in Kraft oder alte Gesetze werden geändert.

Der Wichtigste Punkt (Kindergelderhöhung):

Mehr Kindergeld

Ab Januar 2010 soll mehr Kindergeld gezahlt werden. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz sieht vor, dass 20 Euro mehr Kindergeld zu zahlen sind. Für das erste und zweite Kind gibt es damit monatlich 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere Kind je 215 Euro. Zudem soll der Kinderfreibetrages auf 7.008 Euro erhöht werden.

Diese Information ist von http://www.recht-gehabt.de.

Quelle und weitere Änderungen im Januar 2010: recht-gehabt.de
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